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Kurze Geschichte
der Tracht
Arbeitstipps für Trachtennähen Wolle und Walken
Bekleben von Plexiformen
mit Stoff.
Sticktipps Was macht die Hand im Kopf?
 

Wörterbuch der Begriffe
für Textiles Gestalten
Englisch - Deutsch

Zwei rechts, zwei links

© copyright by  - Textil Creativ - Maria Steibl - 04/2003

Kurze Geschichte der Tracht 

In reizvollem Wechselspiel haben sich städtische Mode und bäuerliche Tracht jahrhundertelang gegenseitig beeinflusst. Das bäuerliche Gewand unterlag freilich strengen Kleidervorschriften und war in die ständische Gliederung eingespannt. Vor allem musste es sich den Gegebenheiten des Alltags anpassen, der Zweckmäßigkeit und Haltbarkeit und dem selbsterzeugten Material, Leinen und Wolle in ihren Naturfarben. Daneben war die Obrigkeit darauf bedacht, das heimische Gewerbe zu schützen. Die Bauersleute auf dem Lande, geringe Bürger, Krämer und Handwerker, also der weitaus größte Teil der Bevölkerung, durften jahrhundertelang nur »inländisches und sonst schlechtes Tuchs verwenden. Farbiger Ausputz oder Stickerei, Silberketten, rote Seidenbänder waren nicht erlaubt (1500). Erst 1730 wurden weiße und schwarze Spitzen genehmigt, während kostbare Borten und seidene Strümpfe bei Strafe verboten waren. 1752 endlich wurde dem Bauern das seidene Halstuch erlaubt, das er schon längst getragen hatte.

In engem Zusammenhang mit dem Material steht die Farbe. Das Bauerngewand war aus braunem, schwarzem oder grauem Loden. Für Tücher, Hemden und Kragen zeigten das gebrochene Weiß von Leinen oder Rupfen. Als Ergänzung dazu gehörte das festliche Zinnoberrot. Hosen, Männerröcke, Frauenkleider, Mieder, Strümpfe und sogar Schuhsohlen waren im 17. Jahr

hundert und noch lange danach rot. Dieser Zusammenklang von Dunkelfarben, Weiß und Rot ist der Farbakkord, der für die Tracht bis heute gültig ist. Das Bedürfnis nach anderen Farben befriedigten seit dem Mittelalter gewerbliche Färbereien, die mit Endlich und Waid blau färbten. Geschnitzte Model dienten zum Bedrucken des Leinens. Die Vielfalt dieser Stoffdrucke, die den Verlauf des Zeitgeschmackes widerspiegeln, gehört noch heute zu den reizvollsten Nebenerscheinungen der Tracht. Neben der grauen Männerjoppe und dem schwarzen Festrock war Grün seit dem 18. Jahrhundert die bevorzugte Farbe verschiedener bayerischer Gebirgstäler, vor allem des Isarwinkels und der Jachenau. Diese Vorliebe geht auf den Einfluss der Gebirgsschützenkompanien mit ihrer jagerischen Montur zurück. Ende des 18. Jahrhunderts erscheinen die lichten Farben des Rokoko: Hellblau, Rosa, Dunkelrot, Lila und Hellbraun an der Männer‑ und Frauenkleidung. Es ist die Zeit der Seidentücher und Spitzenhäubchen, der geblümten Schürzen und hortenbesetzten Mieder.

Farben und Material waren nicht nur zeitbedingt, sie kennzeichneten Altersunterschiede und ständische Zugehörigkeit. Die Breite des Bauchgurts, die Farbe der Hutschnur, die Größe des Gamsbartes oder des Frauenkopftuches waren untrügliche Zeichen des Wohlstandes. Dem Alter waren dunkle Farben vorbehalten, das Kennzeichen der Bauernbraut war roter Bänderputz. Die verheiratete Frau erkannte man am blauen Haubenboden, bei Mädchen war er rot. So hatte die Farbe in der Tracht ihre ganz bestimmte Bedeutung, die von allen verstanden wurde.

Mit den Farben änderten sich die Formen. Nach der farbenfrohen Kleidung des Mittelalters trug im 16. und 17. Jahrhundert alle Welt das düstere Schwarz der spanischen Hoftracht, und das ist ganz wörtlich zu nehmen, denn von den Fürstenhöfen Europas drang die spanische Mode bis in die entlegensten Gebirgstäler. Auf den Gemälden großer Meister und auf den Votivbildern kleiner Taferlmaler können wir diese Erscheinung verfolgen.

Die nächste große Veränderung der Tracht erfolgte unter Ludwig XIV., dessen barocke Farben‑ und Formenfreude wiederum in ganz Europa Einzug hielt. Dann aber waren es Napoleons Heere, deren Felduniform nun bei allen kriegführenden Mächten üblich wurde. Und wiederum beschränkte sich diese Neuerung ‑ es war vor allem die Einführung der Langhose ‑ nicht auf einzelne Gebiete, sondern galt landauf, landab. Bürger und Bauern taten ihr möglichstes, um sich diesen Neuerungen anzugleichen. Die städtischen Handwerker richteten sich zwar nach der Zeitmode, aber auf dem Land wurde die Bauernkundschaft vom Störschneider Bus staffiert, der mit dem hausgemachten Leinen und Loden oder dem Schlechten inländischen Tuchs

keine Wunder verrichten konnte. Darum haftet all diesen Gewändern etwas Ausladendes und Wuchtiges an. Trotz der Nachahmung der Zeittracht setzte sich immer die bäuerliche Eigenart durch, die an die landschaftlichen Gegebenheiten gebunden war. Es dauerte geraume Zeit, bis sich eine Neuheit durchsetzte, noch länger, bis sie wieder abgelegt wurde.

Bis heute haben sich die Erinnerungen an die verschiedenen Trachtenepochen erhalten. Da ist nicht nur der alte Farbdreiklang Schwarz‑Rot‑Weiß, das feierliche Schwarz und der Faltenrock der spanischen Tracht, da gibt es den Blaudruck und die geblümte Schürze aus dem 18. Jahrhundert, den gestreiften Stoff und die kurze Taille der Empirezeit. Von alters her hat sich die Tracht in einheitlicher Form über weite Gebiete hin erstreckt, wohl unter dem Einfluss von zusammenhängenden Herrschaftsgebieten. Erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unterscheiden sich die einzelnen Trachtengebiete und sondern sich voneinander ab. Aber nie hat sich für jedes Dorf eine eigene Form entwickelt, immer waren es größere Landschaftsgebiete, die eine besondere Eigenart zeigten.

Streng geschieden und oft völlig entgegengesetzt waren Sonntags‑ und Alltagstracht. Draußen auf den Feldern und bei der Hausarbeit blieb die alte Farbenfreudigkeit erhalten. Männer kleideten sich in braune, weiße, blaue, rote oder grüne Röcke, rote oder gelbe Hosen und rote Strümpfe. Der Schnitt der Bauernjoppe war ein rechteckiger Sack mit Ärmeln, vorn aufgeschnitten und mit Hafteln verschlossen. Die Frauen trugen bei der Arbeit einen Miederrock. Über dem gereihten, dunklen Rock lag eine schmale Schürze.

Das rote Mieder, althochdeutsch Muoder, war in seiner alten Form nur ein schmaler, roter Tuchstreifen unter der Brust. Rock und Mieder waren zusammengenäht. Darunter war das weiße Ärmelhemd mit rundem Kragen sichtbar. Später wurde das Mieder vorn aufgeschnitten und zum Verschnüren eingerichtet, unter den Schnürbändern lag der steife Brustlatz. Je nach der Zeitmode variierte die Länge des Mieders. Hemd und Miederrock waren das Unterkleid, zugleich aber das Arbeitsgewand. Wir haben eine der ältesten germanischen Trachtenformen vor uns, die sich bis heute erhalten hat ‑ im Dirndl. Die strenge Unterscheidung zwischen Arbeits‑ und Festgewand ist freilich inzwischen gefallen. Das Dirndl kann beides sein, es kommt nur auf Material und Verarbeitung an. Es ist keine Tracht, man kann es variieren. Hoffen wir, dass uns dabei der gute Geschmack nicht verlässt und es kein Opfer der Mode wird.


© copyright by  - Textil Creativ - Maria Steibl - 05/2003

Arbeitstipps für Trachtennähen

Teile des Trachtenoberteiles mit Futter staffieren
Arbeitsmaterialien: Oberteilstoffe, Futterstoffteile, Nadel, Fingerhut, Heftfaden und Schere.
Alle Trachten müssen mit Futter gearbeitet werden, um einen besseren Halt zu bekommen. Außerdem darf bei den Versäuberungen nur das Futter angestochen werden, damit die Stiche außen nicht sichtbar sind. Das Futter muss vorher mit dem Oberstoff fest verbunden werden, um nicht verrutschen zu können. Erst wenn das Futter aufstaffiert ist, können die einzelnen Teile zusammengeheftet werden. Vom richtigen Staffieren hängt es ab, ob das Futter so eingenäht werden kann und sich dann nicht zieht. 

Teile ausbügeln:
Jedes Teil vor dem Staffieren gut ausbügeln; nicht glatte Teile können nicht so staffiert werden, dass sie auf den Stoff passen. Diese Fältchen würden mit eingenäht werden.

Futter auflegen und stecken:
Das Oberstoffteil wird mit der rechten Seite nach unten auf den Tisch gelegt. Darauf legt man das Futter mit der rechten Seite nach oben. Die beiden Stofflagen müssen genau gleich übereinanderliegen. Dann werden die beiden mit mehreren Stecknadeln zusammengesteckt.

Schräg heften:
Entweder mit Nähseide oder Heftfaden.
(Der Heftfaden ist ungleichmäßig dick und kann dadurch den Samtflor und die Gewebestruktur aufreißen und verändern). Deshalb besonders bei Woll­Seidenbrokaten als auch bei Samtstoffen nur mit Nähseide heften. Man näht jeweils das ganze Teil mit ca. 2 bis 3 cm langen schrägen Heftstichen in kurzen Abständen durch. Zum Heften muss der Stoff auf dem Tisch liegen bleiben.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Heftstiche zu fest angezogen werden und durch das Spannen Falten entstehen. So entsteht die enge Verbindung zwischen Oberstoff und Futter.

Abänderungen und deren Übertragung:
Arbeitsmaterialien: Soweit zusammengeheftetes Oberteil, Stecknadeln, Schere, Maßband, Schneiderkreide, Nähnadeln, Heftfaden und färbige Nähseide.

Die Tracht muss, genauso wie jedes andere Kleidungsstück, der Trägerin passen. Sie verlangt, als eng anliegende Kleidung (früher Mieder genannt) eine genaue Passform, um der Trägerin darin ein gutes Aussehen zu verleihen. Es ist kaum einmal der Fall, dass bei der ersten Anprobe alles passt. Es braucht ei n geschuItes Auge, um zu sehen, wo die Fehler liegen und die Abänderungen vorgenommen werden müssen. Man ändert immer nur auf einer Hälfte ab und überträgt diese dann auf die zweite. Ausnahme: die Trägerin hat eine schiefe Haltung.

Anprobe:
Das geheftete Oberteil wird angezogen zur ersten Anprobe. Man schaut, ob die Tracht eng anliegt, oder ob sie sich verzieht, ob die Abnäher passen, die Seiten‑ und Achselnähte richtig verlaufen.

V M + R M  fixieren:
Die vordere und rückwärtige Mitte am besten mit einer Stecknadel auf den Unterrock anstecken. Somit kann sich nicht das ganze Teil verschieben.

Die Tracht ist zu weit:
Die Seitennähte müssen noch einmal auseinander genommen werden. Das Rückenteil wird glatt gestreift, so dass es sich nicht mehr zieht. Dann wird es vorläufig, seitlich an den Unterrock angesteckt. Dann das Vorderteil ausstreifen, in der Seitennaht einbiegen, was zu weit ist, und zwar so, dass die neu entstehende Linie genau senkrecht zum Boden verläuft. Dann wird es an das darunter liegende Rückenteil angesteckt, wobei gleichzeitig die vorher eingesteckten Nadeln wieder herausgenommen werden. Bei Trachten mit Bogennähten können auch diese enger gesteckt werden, wobei das Mittelteil weiter über das Seitenteil gesteckt wird.

© copyright by  - Textil Creativ - Maria Steibl - 04/2002

Wolle

Wolle ist die Bezeichnung für die aus dem Haarvlies von Wollschafen gewonnenen, verspinnbaren Wollhaare, auch für die von anderen Säugetieren (insbes. Angora- und Kaschmirziegen, Kamelen, Alpaka, Vikunja und Angorakaninchen) gewonnenen spinnfähigen tierischen Haare.), Nach der Art der Gewinnung unterscheidet man: Schurwolle (von lebenden Schafen geschorene Wolle), Haut- oder Schlachtwolle (vom Fell geschlachteter Tiere), Gerberwolle (bei der Lederherstellung anfallende Wolle), Sterblingswolle (von verendeten Tieren). Chemisch besteht Wolle nahezu ausschließlich aus a-Keratin, ist daher hygroskopisch und elastisch; die schuppige Oberflächenstruktur bedingt das Filzvermögen. Die durch Scheren der Schafe gewonnene Rohwolle enthält neben den Wollhaaren Wollfett (Gemisch verschiedener Fettsäuren, Cholesterin; wird zu Lanolin (Hautpflegemittel) verarbeitet.  Die gereinigte und getrocknete Wolle wird dann der Kammgarn- oder Streichgarnspinnerei zugeleitet.

Eigenschaften der Schafwolle
Die Farbe der Rohwolle ist Schmutzig‑gelb. Gewaschene Wolle sieht weiß oder gelblich‑weiß aus.
Die Länge der Wollfasern schwankt zwischen 2—30 cm und mehr. Merinowollen sind kürzer als Crossbredwollen. Sehr grobe Landwollen sind bis zu 0,008 mm stark.
Wie Länge und Glanz ist auch die Feinheit der Wollfasern von der Rasse der Tiere abhängig. Merinowolle ist sehr fein, Crossbredwollen sind gröber. Die kräftigeren Crossbredwollen glänzen stärker als die feineren Merinowollen.. Feinheit und Länge stehen in unmittelbarer Beziehung zueinander: "je länger, desto gröber, je kürzer, desto feiner" gilt für alle Wollen.

Die Kräuselung ist ein charakteristisches Merkmal der Wollfaser. Je feiner die Wolle, um so ausgeprägter und gleichmäßiger ist die Kräuselung. Am stärksten ist sie bei Merinowollen, andere Wollen sind leicht gewellt, flachbogig.

Die Reißfestigkeit, d. h. der Widerstand, den die einzelnen Wollfasern dem Zerreißen entgegensetzen, ist beträchtlich. Die Tragfähigkeit feinster Wollfasern beträgt etwa 5 g und entspricht etwa der Tragfähigkeit der Baumwolle. Sie steigt mit zunehmender Stärke der Wollfasern und kann bis zu rund 25 g bei groben Landwollen (Teppichwollen) erreichen. Im nassen Zustand ist sie etwas weniger reißfest.

Die Scheuerfestigkeit der Wolle ist geringer als die der Baumwolle. Um sie zu erhöhen, kann man der Wolle synthetische Fasern beimischen (Sockengarn).

Gesunde, gute Wolle ist außerordentlich elastisch und nimmt nach Zug oder Druck wieder ihre frühere Form an. Deshalb knittern aus Wolle hergestellte Erzeugnisse nur wenig und werden nach längerem Hängen wieder glatt, besonders bei höherer Luftfeuchtigkeit.

Wolle ist formbar, Sie lässt sich durch Feuchtigkeit, Hitze und Druck in eine dauerhafte, bestimmte Form bringen. Denken Sie dabei zum Beispiel an Faltenröcke. Bei über 100° C verliert die Wolle an Festigkeit, Glanz und Weichheit. Sie darf also nicht zu heiß gebügelt werden.

Wolle ist nicht kochfest, weil sie dabei filzen kann. Sie ist empfindlich gegen starke Alkalien, wie z. B. Natronlauge. Sie wird bereits in daraus hergestellter kalter Lauge angegriffen, in heißer Lauge stärker. Von schwach alkalischen oder alkalifreien Waschmitteln wird Wolle jedoch nicht angegriffen. Wegen der Filzgefahr wäscht man am besten in handwarmer Waschmittellösung.

Bei zu starker mechanischer Beanspruchung im Waschbad filzt außerdem die Wolle. (Ohne mechanische Beanspruchung würde die Wolle selbst bei Kochtemperaturen nicht filzen.)

Das Warmhaltevermögen wollener Erzeugnisse ist aufgrund der natürlichen Kräuselung der Wollfaser und damit der Fähigkeit des Stoffes, viel Luft einzuschließen, ziemlich Groß. Luft leitet Wärme kaum, sondern sie isoliert.

Das Filzen, auch Filzschrumpfung genannt, ist eine nur bei der Wolle vorhandene Eigenschaft. Unter der Einwirkung von Feuchtigkeit, Wärme, Druck schieben sich die Fasern mit ihrer geschuppten Oberfläche so stark ineinander, dass sie verfilzen und sich nicht mehr trennen lassen. Diese Eigenschaft der Wolle nützt man beim Walken aus, wodurch Wollware oder wollhaltige Ware windundurchlässiger und der Bindungsausdruck weniger sichtbar, also verschwommen wird.

Feuchtigkeit nimmt die Wolle gern auf (hygroskopisch), und zwar 33% ihres Gewichtes, ohne sich jedoch feucht anzufühlen. Die Wasseraufnahme erfolgt in Form von Dampf, der im Wollinnern gebunden wird. Flüssiges Wasser dagegen nimmt sie nicht auf, da Wassertropfen nicht durch die Schuppenschicht bedeckende Haut dringen können. Außerdem ist die Faseroberfläche schwer benetzbar. Auffallende Wassertropfen lassen sich leicht abschütteln.

Bei der Brennprobe verbrennen Wollfasern brodelnd mit kleiner Flamme, sie neigen zum Verlöschen. Es entsteht ein unangenehmer Geruch nach versengter Haut oder Horn: dunkle. zerreibbare Schlacken bleiben zurück.

Unter dem Mikroskop erkennt man, dass die Wollfasern außen mit einer Schicht umgeben sind, die sich schuppenförmig oder dachziegelartig um die Fasern lagert. Die Größe der Schuppen ist von der Feinheit der Fasern abhängig. Im Querschnitt sind die Wollfasern rund und unterscheiden sich dadurch z.B. vom Flachs.

Walken

Das  ist eine bedeutsame Ausrüstungsarbeit für Wollstoffe. Es ist die Ausrüstungsarbeit, die den Charakter des Stoffes am stärksten verändert. Aus leichter offener, fadenscheinig aussehender Ware wird durch Walken eine schwere, geschlossene dichte Ware. Durch die Einwirkung von Feuchtigkeit, Druck und Wärme geht die Ware ein und erhält ein verschleiertes, filziges Aussehen, so dass die Bindung nicht mehr oder kaum zu erkennen ist. Nur Stoffe aus Wolle werden gewalkt Wollhaltige Mischgewebe können dieser Ausrüstungsarbeit unterworfen werden, wenn der Wollanteil mindestens 20—25 % beträgt.

Das Walken wird auf Hammer‑ oder Zylinderwalken in schwach alkalischen oder in sauren Bädern durch geführt. Durch Drücken, Schieben, Stauchen, Pressen und Kneten verfilzen sich die geschuppten Oberflächen der Wollfasern fest ineinander. Die Warenstücke verlieren durch das Walken 20‑50% ihrer Breite und bis 30% ihrer Länge. Man kann die Gewebe in Länge und Breite mehr oder weniger stark einwalken. Je länger die Dauer des Walkens ist (2 bis 8 Stunden), um so stärker wird die Verdichtung und Verfilzung der Ware.

© copyright by  - Textil Creativ - Maria Steibl -12/2000

 

Sehr geehrter Besucher!

V
ielleicht fehlt Ihnen dieser Basteltipp in Ihrer Mappe

Bekleben von Plexiformen mit Stoff.

Das Stoffstück soll ca. 2 cm größer als der halbe Umfang der Kugel sein.
Wählen Sie einen Kleber, welcher nach dem Trocknen durchsichtig wird. Ich habe sehr gute Erfahrung mit dem Decoupage-Kleber, da dieser nicht zu schnell trocknet und das faltenfreie Verschieben des Stoffes erlaubt.
Beachten Sie, dass das Motiv nicht auf dem Kopf steht und kleben Sie den Mittelpunkt des Motivs auf je einer Kugelhälfte fest und lassen Sie die Stelle trocknen.
Achtung bei Hardanger-Motiven, dass der Kleber nicht an den ausgeschnittenen Stellen aufgetragen wird.
Schauen Sie auf den Fadenlauf des Stoffes und kleben Sie diese Stellen am Rand punktförmig fest. Achten Sie auf die Rille einer Kugelhälfte, diese muss frei bleiben.
Nach dem Trocknen streichen Sie die Fläche der Kugel mit Kleber ein und ziehen den Stoff im schrägen Fadenlauf in die Länge. Drücken Sie den Stoff fest und streifen Sie die Falten so lange in Richtung Kugelrand aus, bis der Stoff glatt ist.
Schneiden Sie den Stoff bis an den Kugel- bzw. Rillenrand weg und stecken Sie die Kugel zusammen. Kleben Sie eine hübsche Borte herum und dekorieren Sie die Kugel mit einem Band. 

Gutes Gelingen - Frohe Weihnachten und ein creatives Neues Jahr
wünscht Ihnen - Ihre Maria Steibl - www.textil-creativ.at - Zell am See

© copyright by  - Textil Creativ - Maria Steibl -9/2000


Sticktipps von Maria Steibl

Auch bei buntem Kreuzstich sollten die Fäden auf der Rückseite in eine Richtung laufen.
Berechnen sie Ihren Stoff für eine Stickerei großzügig.
Das 6 fädige Moulinegarn kann nach Belieben geteilt werden. Für Handtücher verwendet man 3 Fäden.

Das Größenverhältnis von Vorlage zu Stoff können Sie sehen, wenn Sie jeweils 10 x 10 Kreuze ausmessen und am Stoff und auch am Papier markieren und dann ausmessen und vergleichen. Noch genauer wird es mit 20 Kreuzen.

Die Nadelstärke richtet sich nach Garn und Stoff. Für Perlgarn Nr. 5 ist eine Nadel Nr. 20 ideal, für 3 fädiges Mouline Nr. 22.

Es ist von Vorteil, die Farbnummer mit einem Faden zu versehen, damit dasselbe Garn nachgekauft werden kann.

Je größer die Stiche gestickt werden, um so mehr Stickgarn benötigen Sie für das gleiche Muster.
Normalerweise ist die Garnstärke in der Anleitung angegeben. Es gibt aber keine strenge, feste Regel dafür. Probieren sie einige Stiche auf dem Stoff über 2 oder 3 Fäden aus. Bei Aidageweben wird über ein Kästchen gestickt.

Randbordüren mit Eckmotiven können in der Mitte spiegelbildlich zusammenlaufen. Verwenden Sie ruhig einen Taschenspiegel ohne Rahmen und experimentieren Sie damit. Auch Eckmotive können Sie selbst erstellen, indem Sie das Spiegelbild auf Karopapier zeichnen.
Suchen Sie die Mitte eines Werkstückes, in dem Sie es in beiden Richtungen in die Mitte falten und mit farbigen Heftstichen markieren.

Verwenden Sie für alle Zählmuster eine Sticknadel ohne Spitze. Das stumpfe Ende gleitet leicht zwischen die Fäden und das Gewebe wird nicht angestochen.

Viele dieser Tipps lassen sich auch auf Hardanger-, Blackwork-, Ajourstickereien usw. ableiten.
Vorlagen für Namen zeichnen Sie selbst. Suchen Sie aus einer Vorlage die passenden Buchstaben und zeichnen Sie diese mit den entsprechenden Abständen auf Karopapier. Markieren Sie die Mitte (Zwischenräume mitgezählt) und fangen Sie dort mit dem Sticken an.

Wenn Sie Anfängerin sind, probieren Sie eher geometrische, einfarbige Motive. Gut geeignete Werkstücke zum Erlernen sind Lesezeichen, Nadelkissen, Duftsäckchen, Brotkorbdeckchen usw. Diese kleinen Werkstücke sind bald fertig und der Materialaufwand ist gering. Zum Vernähen kann der Anfangsfaden bei größeren Motiven auf der Vorderseite überstickt werden. Auf der Rückseite: eine spitze kurze Nadel eine Nummer dünner verwenden und in Stickrichtung vernähen.

Fertige Werkstücke bitte nie einweichen und im Wasser liegen lassen. Stickgarne sind zwar wasch- und lichtecht gefärbt, Überschussfarbe kann aber "ausbluten" und das Stück verfärben. Waschen Sie es in der Waschmaschine bei 30 bis 60 Grad (je nach Gewebe) mit halber Wäschemenge und einem farbschonenden Waschmittel. Ein Schuss Essig ins Weichspülerfach fixiert die Farben. Bitte nie im nassen Zustand in der Maschine liegen lassen.

Bügeln Sie das Werkstück im leicht feuchtem Zustand auf der Rückseite.

Gutes Gelingen
wünscht Ihnen - Ihre Maria Steibl - www.textil-creativ.at - Zell am See

Was macht die Hand im Kopf? ‑ Handarbeit als Bildungsauftrag

 Von Univ.‑Prof. Dr. Iris Kolhoff‑Kahl, Universität Paderborn

Das freie Gestalten mit textilen Techniken ist äußerst wichtig für die motorische und geistige Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, weil es beidhändig erfolgt, hohe Ausdauer und Geduld verlangt, strukturbildend wirkt und nicht zuletzt eine tief in unserer Gesellschaft verankerte Ausdruckssprache ist. Heute sind in vielen Haushalten textile Techniken, wie Stricken, Häkeln oder Sticken, wenigstens bekannt und einige, meist weibliche, Familienmitglieder beherrschen sie noch, zumindest rudimentär Aber in den Grundschulen ist zu spüren, dass die traditionellen textilen Techniken verloren gehen. Viele Kinder können nicht mehr knoten, keine Schleifen binden, nicht flechten oder Bänder drehen, keine Perle annähen oder können mit sieben Jahren keinen Faden einfädeln, weil ihnen die Feinmotorik fehlt, bzw. weil mit ihnen nicht textiltechnisch gestaltet wurde. Oft bereitet das beidhändige und ausdauernde Arbeiten den Kindern große Schwierigkeiten.

Welche Wirkungen die Hand im Kopf erzeugt, wurde für das Erlernen von Musikinstrumenten von Hans‑Georg Bastian (2000) bereits wissenschaftlich in einer groß angelegten empirischen Studie nachgewiesen: Kinder verbessern ihre soziale Kompetenz, steigern ihre Lern‑ und Leistungsmotivation, zeigen einen bedeutsamen 10‑Zugewinn, kompensieren Konzentrationsschwächen und verbessern letztendlich ihre schulischen Leistungen trotz der Mehrbelastung durch das Erlernen eines Instruments Die Forderung nach einem Musikinstrument neben dem Laptop auf dem Lehrerpult steht bereits im Raum. Beim textilen Gestalten bieten sich ebenfalls Chancen, die Vernetzung von sinnlichem Erfahren, ästhetischem Denken und gestaltetem Ausdruck für die Förderung der kindlichen Entwicklung zu nutzen. Es stehen die begleitenden wissenschaftliche Pilotprojekte noch aus Unsere Kinder scheinen nicht nur einen Laptop, ein Musikinstrument, sondern auch Pinsel, Strick- ­und Sticknadel zwischen die Hände bekommen zu müssen, um ihre Lernpotentiale vernetzter ausschöpfen zu können.

Sticken fördert Feinmotorik. Sticken ist ordnungsgebend und musterbildend, beruht auf Wiederholung und benötigt viel Ausdauer und Geduld. Wer sich auf diesen Prozess schon einmal eingelassen hat, weiß, wie entspannend sich das Sticken auf Körper und Geist auswirken kann, wenn die ersten Übungsstufen überwunden sind und die Hände routiniert mit der Nadel über den Stoff oder Untergrund gleiten. Diese fast schon therapeutisch anmutende Wirkung empfinden Kinder und Jugendliche in solchen Entwicklungsstufen besonders intensiv, in denen sie die Wiederholung lieben. Für Grundschulkinder fördert dies die Feinmotorik, sowie auch eine extreme Beanspruchung des Gehirns. Ähnlich wie beim Spielen eines Musikinstruments muss das Gehirn auch beim Sticken zur gleichen Zeit viele verschiedene Aufgaben lösen: das Gestalten, was Hand, Gefühl und Kopf verbindet, das gleichzeitige Arbeiten mit beiden Händen, die jedoch unterschiedliche Arbeiten ausführen.

Stricken entspannt und lässt Gedanken freien Lauf. Die ewig gleiche Bewegung der Finger hat meditative Wirkung und aus einem Faden etwas zu schaffen, das einen umhüllt und wärmt ist ein hoch befriedigender Aspekt. Die neueste Masche aus London ist der Club "Cast  off", was Abketten bedeutet. Junge freie Künstler und Textildesignern gründeten einen Strickclub. Die Nadeln klappern in Nachtclubs, am Strand, auf Themsebooten, in Kunstgalerien, auf Sportveranstaltungen. In Büchern und Fachzeitschriften wird Stricken als Meditation und Yoga für die Hände bezeichnet Auch in Deutschland finden wieder mehr Mädchen und Jungen Gefallen an den Maschen auf der Nadel

Kreative Erfahrungen textiler Techniken führen zu immer neuen Ausdrucksformen und nicht zuletzt auch wegen der neurodidaktischen Bezüge, dass nämlich, so konstatieren immer mehr Didaktiker, alle Tätigkeiten, die eine gewisse Übung der Beidhändigkeit als Voraussetzung haben (Sport, musikalisches Tun, textiles Gestalten etc.)  im Gehirn zu einer hohen Vernetzung führen, die sich positiv auf die menschliche Entwicklung auswirkt. Notwendig dazu sind nach Manfred Spitzer (2000) Häufigkeit. Relevanz und Ähnlichkeit des Inputs, die gerade bei textilen Techniken ‑ Stricken, Häkeln, Sticken, Nähen oder Weben‑ besonders zum Tragen kommen. Bildungsexperten wie auch Eltern sind gefordert, den Kindern alle Möglichkeiten zu bieten, ihre Lernpotentiale zu nutzen ‑ textiles Gestalten ist dabei eine bisher unterschätzter wichtiger Beitrag, der nicht wie es zur Zeit in einige Bundesländern geschieht aus den Lehrplänen gestrichen werden darf. Zu Vernetzen, zu Verknoten, sich in Verstrickungen zu Bewegen, sich Einfädeln zu können sind sinnbildlich gesprochen hoch komplexe Fähigkeiten, nicht nur textiltechnische

Tipps und Anregungen zum Textilen Gestalten und Needle Work Design gibt es im Internet und www.textil-creativ.at

Zwei rechts, zwei links ... 

...stricken zählte nie zu den unbefangenen Anstrengungen des Lebens, sondern war immer schon Bekenntnis: Zu den Enkelkindern, den Ökos, zum ersten Freund. Das ist mit dem Londoner „ Cast Off Knitting Club for Boys and Girls“ anders geworden.

Zwei Uhr nachts in einer dieser hippen Szene-Bars. Das Interieur puristisch‑stylish, die Musik von zwei extra eingeflogenen estnischen DJs. Der Typ auf der mit weißem Leder überzogenen Lounge‑Couch trägt die vorletzte Beckham‑Frisur, die mit den Zäpfchen, und ein Hemd von D&G. Auf seinem Schoß: ein Handarbeitskörbchen.

Die neue Wolllust

Eine Masche, die unter jungen Menschen wieder zieht, seit sich die Londoner Kultgang "Cash off", was so viel heißt wie „die Maschen abketten und das Strickgut von der Nadel nehmen", vor vier Jahren zum ersten Mal zum öffentlichen Handarbeiten traf. Die mittlerweile rund 300 Mitglieder des Clubs nennen sich „Yaks" (Young Urban Knitters), stricken überall ‑ in Museen und Nachtclubs, auf Friedhöfen und Hochzeiten, in der U‑Bahn sowieso ‑ und Dinge, von denen man nicht vermutete, dass sie auch noch außerhalb von Kambodscha produziert werden können: BHs und Badematten, Ponchos und Pullover, Handtaschen, Zigaretten und Sandalen. Was nach einem weiteren Zeugnis innerer Einstellung aussieht, ist aber tatsächlich völlig ideologiefrei. Das Gründungsmanifest des „Gast Off Knitting Club for Boys and Girls" ( www.castoff.info ) sieht nur vor, die Kunst des Strickens als „gesunden, modernen und kreativen Zeitvertreib" zu fördern. Das Nadelklappern soll aus der guten Stube raus und rein ins echte Leben, um dort von jedem/r, gleich welchen Alters oder Geschlechts, welcher Herkunft oder Rasse ausgeübt werden zu können, denn "Cast Off believes that knitting can be good for all".

Maschen gegen den Stress

Wie wir wissen, suchen Menschen in einer Gesellschaft, die sich zunehmend schneller bewegt, schon lange nach der Entschleunigung, die ihren Geist wieder in die rechte Balance bringt. Stricken eignet sich offenbar besonders dazu, weil es ‑ das ist wissenschaftlich bewiesen ‑ positive Auswirkungen auf den Organismus hat. Stricken entspannt wie Meditation, fördert die Feinmotorik, lässt Blutdruck und Puls sinken, löst jetzt auch Verklemmungen, Ruheempfinden und Glücksgefühle nehmen zu. Was uns früher im Handarbeitsunterricht beinahe um den Verstand gebracht hat, nämlich das geduldige Ausführen der sich immer wiederholenden Arbeitsschritte, ist für das Denken aber „ordnungsgebend und musterbildend", sagt Iris Kolhoff‑Kahl, Professorin für Fachdidaktik der Textilgestaltung, in einem Online‑Magazin. Und, wer hätte das gedacht, Stricken ist gut für die menschliche Entwicklung. Zu Vernetzen, zu Verknoten, sich in Verstrickungen zu bewegen, sich Einfädeln zu können, sind, sinnbildlich gesprochen, hochkomplexe Fähigkeiten.

Im Zeichen der Strickliesl

Auch hierzulande ist die neue Lust an der Wolle deutlich zu spüren. Menschen, denen es immer schwerer fällt, ihre Individualität noch ganz und gar auszuleben, zieht es an die Stricknadeln. Selberstricken galt lange Zelt als Domäne von Handarbeitslehrerinnen, freundlichen Omis und grünen Parlamentariern der ersten Stunde. Das scheint sich nicht nur wegen der Club‑Tauglichkeit dieser lange verpönten Tätigkeit zu ändern, sondern auch, weil die Masche von den Designern wieder entdeckt wurde und sich jetzt in den aktuellen Kollektionen der großen Labels zeigt. Betont wird hierbei auch die Unisexualität des Strickens sowie des Gestrickten. Stefano Gabbana meinte erst kürzlich: „Es ist etwas wirklich Männliches an einem handgestrickten Pullover, der danach aussieht. als ob ihn deine Großmutter gestrickt hätte." Darum gleich das Handarbeitskörbchen besorgen, Wolle und Echtholz‑Nadeln aus politisch korrekten „Fair‑Trade‑Programmen" einkaufen, Strickanleitung (siehe Infokasten) runterladen, Freunde überzeugen, ausgehen und Iosstricken. Diesmal als Bekenntnis zu seinen Fähigkeiten.

„KUSCHELIGE WINTERSACHEN ZUM SELBERMACHEN"
GIBT ES NICHT NUR IN DER „BURDA"

www.knitty.com
Strickanleitungen (auf Englisch!) für sexy Tops und heiße Pullis

www.rainbowknitwear.com
Zur Inspiration und Stimulation

www.stricken.biz
Endlich die ultimative Anleitung fürs Socken‑Fersenteil, andere Strick‑Basics und

"Designa Knit Muster"

www.textwerkstatt.at
Erste österreichische Handstrickergilde: Kurs‑ und Workshop‑Angebot vom „klassischen Strickkurs für junge Mütter, damit es ihnen am Spielplatz nicht fad wird" bis zum „Double‑face‑Stricken"

SCHNELLFERTIGSCHAL 

Man braucht:
Extradicke (Lauflänge 50 m / 100 Gramm) buntmelierte Wolle und Nadeln der Stärke 10. Der Schal wird der Breite nach gestrickt, also ganz viele Maschen aufnehmen ‑ mindestens 100 ‑und dann nur rechts stricken, bis er die gewünschte Breite erreicht hat. Macht sich auch sehr hübsch: Abwechselnd zwei Reihen mit einfarbiger Wolle stricken.

Info Quelle: Euro<26 Magazin 04 - Text: Michaela Schachner

© copyright by  - Textil Creativ - Maria Steibl -5/2006

Wörterbuch der Begriffe für Textiles Gestalten Englisch - Deutsch

(schmale) Randspitze

edging

(Verzierung) Schleife

bow

(Woll-) Stoff

cloth

(Wolle)Garn, Strickgarn

yarn

Aida

aida

Ajourstickerei

pulled thread work

anschließen

join

Armenische Spitze

Armenian lace

Baumwolle

cotton

Bild

picture

Blauholz

logwood

Büstenhalter, BH

bra

Deckchen

doiley

Docke

skein

Doppelknoten

square knot

drehen

turn

Durchbruchstickerei

drawn thread work

einrahmen, rahmen

frame

Einsatz

insertion

Fächer

fan

Fächerblatt

fan leaf

Farbe

color

Farbe (zum färben)

dye

farbecht

colorfast

färben

dye

Farbpartie, Farbbad

dye lot

Filet

filet

Filz

felt

Filzen

felt

flechten

braid

Formschlag, Neuer Schlag

Cluny leaf

Füllung

filling

Gabelhäkelei

hairpin lace

Ganzschlag

full stitch plus turn

Garn,

thread

Gelbholz

yellow wood

Gobelin

tapestry

Gobelinstickerei

needlepoint

Goldstickerei

gold work

häkeln

crochet

Häkeln

crochet

Häkelnadel

crochet hook

Halbschlag

half stitch

Handarbeit

fiber craft

Hanf

hemp

Hardanger Stickerei

Hardanger embroidery

heften

baste

heften

tack

Heftstich, Vorstich

running stitch

Hohlsaum, Hohlsaumstickerei

hemstitching

Holbeinstich, Linienstich

Holbein stitch

in Hohlsaumstickerei arbeiten

hemstich

Indigo

indigo

indigo, indigofarben

indigo

Jungferngrund

rose ground

Kette

warp

Kette, Bogen

chain

Kleber

glue

Klebstoff, Kleber

adhesive

Klingelzug

bellpull

Klöppelbrief

pricking

Klöppelkissen

lace pillow

Klöppelspitze

bobbin lace

Klöppelspitze

pillow lace

Knäuel

ball

Knötchenstich

french knot

Krapp

Madder

kreuzen

cross

Kreuzstich

cross stitch

Läufer

runner

Leinen

linnen

Leinenschlag

full stitch

Leinschlag

cloth stitch

Linienstich, Holbeinstich

double running stitch

linke Masche

purl

links stricken

purl

Löcherschlag

torchon ground

Luftmasche, Kettstich

chain stitch

Margeritenstich

detached chain stitch

Margeritenstich

Lazy Daisy (stitch)

Masche, Stich,

stitch

Mitteldecke

center piece

Muster

pattern

Mustersatz

pattern repetition

Nadel

needle

Nadelspitze

needle lace

Nähen, Näharbeit

sewing

Netznadelarbeit, Netzknüpfen, Filieren

netting

Netzstickerei

embroidered net

Occhi verkehrt

reverse stitch

Occhi verkehrt

split ring

Occhi, Frivolitäten, Frivolitätenspitze, Schiffchenspitze

tatting

ombriert

variegated

Patchwork

patchwork

Perle

bead

Perlnadel

beading needle

Picot, Öse,

picot

Plattstich, Nadelmalerei

satin stitch

Platzdeckchen, Set

place mat

Pullover, Strickjacke

sweater

Quaste

Tassel

Quilten

quilting

Rahmen

frame

rechte Masche

knit

Rest

scrap

Rotholz

brazilwood

Rückstich

backstitch

Satin

satin

säurefrei

acid free

Schiffchen

shuttle

Schleife

slip knot

Schlinge, Schlaufe

loop

Schurwolle

new wool

Schuß

weft

Schwarzstickerei

blackwork

Seide

silk

Seidenmalerei

silk painting

Spindel

spindle

Spinne

spider

spinnen

spin

Spitze

lace

Spule, Klöppel

bobbin

Stecknadel

pin

sticken, besticken

embroider

Stickerei

embroidery

Sticknadel

embroidery needle

Sticknadel stumpf

tapestry needle

Stielstich

stem stitch

Stoff, Gewebe

fabric

Stricken

knitting

stricken, rechts

knit

Strickjacke

cardigan

Stricknadel

knitting needle

stumpf

blunt

Styropor

styrofoam

Textil

fiber

Textilkleber

fabric glue

Tischdecke

tablecloth

Torchonspitze

torchon lace

Unterwäsche

underwear

Verzierung

ornamentation

Verzierung, Schmuck

ornament

Viskose

rayon

Volant

valence

Vorstecher

pricker

Weben

weaving

Webstuhl

loom

Weißstickerei

white work

wenden

reverse work

Wiederholg, Mustersatz

repetition

Wolle

wool

Zopf

braid